Erdkunde-Exkursion nach Garzweiler

Bereits morgens um 7.00 Uhr trafen sich die beiden Erdkunde Kurse der EF, um zum Braunkohletagebau nach Garzweiler ins Rheinische Braunkohlerevier zu fahren. Dort startete die Besichtigungstour um 9.00 Uhr am Besucherzentrum, die uns durch den Tagebau sowie Umsiedlungs- und Rekultivierungsgebiete führen sollte. Ein ehemaliger Mitarbeiter von RWE informierte uns umfangreich und sachkundig, sodass wir einen guten Eindruck über die Betriebsabläufe, aber auch über positive sowie negative Auswirkungen des Tagebaus gewinnen konnten.

Am ersten Standort, einem derzeit stillgelegten Bagger, staunten wir über die Leistung und Ausmaße der Maschine und wurden über die fachlichen Voraussetzungen der dort tätigen Arbeitskräfte informiert. Anschließend fuhren wir durch den Tagebau zum Aussichtspunkt Jackerath. Von dort aus konnten wir den gesamten Tagebau mit den freigelegten Flözen und einzelnen Sedimentschichten aus Kiesen und Sanden überblicken, die ursprünglich aus dem Alpenraum stammen.

Daraufhin führte uns die Route durch Rekultivierungsgelände, wo uns die Abläufe der Rekultivierung sowie deren Schwierigkeiten erläutert wurden.

Die Fahrt durch den Ortsteil Königshofen vermittelte uns einen Eindruck einer durch den Tagebau notwendigen Umsiedlungsmaßnahme, die bereits in den 1980er Jahren erfolgte. Dabei wurde insbesondere auch auf die emotionalen Aspekte des Verlustes von Heimat für die betroffene Bevölkerung hingewiesen.

Die Thematik der CO2-Emission wurde nur am Rande erwähnt, aber im Unterricht vorab rege diskutiert. Nach heutigem Stand ist der Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahre 2038 beschlossen. Dabei stellt sich die Frage, ob dieser Termin zu früh oder doch eher zu spät ist…